10 Jahre Landfrauenküche – Eine Jubiläumssendung

15. Dezember 2018

Montag 17.12.2018 um 20.15 im Bayerischen Fernsehen 90 Minuten

Am Dienstag dem 18. November 2008 fand das erste Landfrauen Dinner statt, bei Regina Mayer in Linden. Die Landfrauenküche war ein neues Format nach dem Vorbild der Schweizer SRF Sendung Bi de lüt – Landfrauenküche.

 

Regisseurin Gabi Moser mit Regina Mayer in der Küche 2008

Damals schrieb der BR in einer Programmankündigung:  Diesmal kocht Regina Mayer, die am oberbayerischen Huberhof in der Nähe von Dietramszell lebt. Das Kochen für große Gruppen ist für sie nichts Neues, sie betreibt nebenher ein Cateringunternehmen. Ihre Gäste sind ganz besonders kritisch. Sie kennen den feinen Unterschied genau, den frische Produkte, eine kreative Zubereitung, der richtige Garpunkt und die passenden Gewürze ausmachen und sie legen viel Wert auf ein ansprechendes Ambiente. Die Arbeit am Hof darf aber trotzdem nicht vernachlässigt werden. Die Aufregung ist groß, schließlich ist Regina die erste der sieben Landfrauen, die ihre Kochkunst unter Beweis stellen muss – sie setzt Maßstäbe. Zur Vorspeise gibt es eine Suppe, danach Milchkalbsbrust mit einer sehr ungewöhnlichen Füllung und als Nachspeise eine süße Verführung. Unterstützt wird sie dabei von ihren Kindern. Während Regina die Suppe aufsetzt, sind die übrigen Damen zum Kloster Dietramszell unterwegs. Schließlich wollen sie nicht nur Reginas Herd, sondern auch ihre Heimat kennenlernen. Sie ahnen nicht, dass sich bei Regina in der Küche erste Schwierigkeiten anbahnen: Ihr Sohn will unbedingt eine pfeffrig-süße Beilage zur Suppe servieren, aber Regina ist skeptisch. Die Landfrauenküche – herzlich, bayerisch, lecker.    (Deutsche Erstausstrahlung: Mi 12.08.2009 Bayerisches Fernsehen, Regie: Gabi Moser, Kamera. Hans Albrecht Lusznat, Ton: Gregor Kuschel, Dinnerregie: Kim Koch, Kamera: Stefan Schindler, Ton: Robert Gangoll)

 

 

Familie Mayer in der guten Stube 2008

In den letzten 10 Jahren sind 80 Sendungen und einige Specials entstanden, zuletzt eine 90 Minuten Sendung mit Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre.

Technisch hat sich der Look der Sendung über die Jahre immer wieder verändert. Anfangs wurde mit XD-Camcordern vom Typ PDW700 gedreht, heute werden Kameras mit Super 35 Sensor vom Typ F5/55 FS7 eingesetzt. Geblieben ist die große Beliebtheit der Sendereihe.

 

 

Verschiedene Dinnertisch Drehs mit entsprechenden Beleuchtungsaufbauten

Dreh der Jubiläumssendung 2018.

Die Sonder-Sendung in der Mediathek des Bayerischen Rundfunkts.

Über die Jahre hat bei der Landfrauenküche eine Rollenprofessionalisierung statt gefunden. Bei der ersten Folge haben wir noch einen echten Dokumentarfilm gedreht, denn niemand wusste, wie sich die Sache entwickelt. Wir Macher hatten zwar eine Folge des Schweizer Vorbildes gesehen, aber die Landfrauen haben sich auf etwas eingelassen, daß sie nicht überblicken konnten. Das hat sich inzwischen verändert. Die Landfrauen kennen die Landfrauen bereits aus genügend Sendungen. Alle haben die gleiche Schule durchlaufen und können schon im Vorfeld sich selbst zu dem Gesehenen positionieren. Im Hintergrund läuft eine Selbstoptimierungsmaschine. Ich habe Ausgestaltungen von Dinner Räumen gesehen, die wie Bühnenbilder einer Oper anmuteten.  Auch in der Sprache hat sich ein eigener Jargon herausgebildet, denn es gilt ja immer wieder den Geschmack von Speisen zu beschreiben, und das will gelernt sein. Manche der Landfrauen sprechen von sich aus druckreif in ganzen Sätzen, ohne dass man erst darauf hinweisen muss, dass die Fragen des Ansprechpartners weggeschnitten werden und sich der Sinn der Antwort aus dem Gesagten ergeben muss.

Regisseur Boris Tomschiczek, HA. Lusznat, Silvio Reichenbach, warten auf den Landfrauenbus