Kosengünstig Highspeed filmen - Sony NEX-FS700

27. September 2012

Für eine Videoinstallation sollten aufsteigende Wasserblasen gedreht werden und wie immer, wenn es um Verlangsamung und Zeitlupe geht, fängt man an zu rechnen und sich vorzustellen, auf welche Zeit man eine Aktion ausdehnen muss, damit der erwünschte Effekt eintritt. Das Wasserbecken hatte eine Höhe von 40cm und Luftblasen steigen im Wasser mit ungefähr 50cm/Sekunde auf. Für den von der Kamera erfassten Ausschnitt konnten wir ungefähr 25 cm nutzen, da am Boden die Schläuche aus dem Kompressor endeten und der obere Rand nicht sichtbar sein sollte. Bei 400 Bildern in der Sekunde wird dann eine Blase den Bildbereich nach 8 Sekunden verlassen.

Highspeed Kameras wie die Phantom oder Weisscam kann man für ungefähr 2000 € pro Tag ausleihen. Eine kostengünstige Alternative ist die Sony NEX-FS700 mit der Highspeed-Aufnahmen bis 200 Bilder in Full HD und mit den zusätzlichen Geschwindigkeiten von 400 und 800 Bildern, dann aber mit Auflösungsreduktion. Bei den höheren Geschwindigkeiten wird nur mehr der Mittelteil des 4K Sensors ausgelesen, wodurch sich auch der Bildwinkel der Objektive entsprechend in den Telebereich verschiebt.
Für die Arbeitsabläufe muß man auch immer die Schreib- und Auslesegeschwindigkeit der Kamera beachten; Alle Highspeed Kameras können nur eine bestimmte Sekundenzahl in ihrem internen RAM Speicher festhalten und müssen die Daten dann auf ein SSD-Laufwerk oder eine Speicherkarte schreiben. Während der Schreibphase können keine weiteren Aufnahmen gemacht werden.

Über das Verhalten von Luftblasen in Flüssigkeiten gibt es seit der Jahrhundertwende 1900 wissenschaftliche Abhandlungen, über Verformung, Geschwindigkeit in Abhängigkeit der Temperatur, der Reinheit der Flüssigkeit, Abtrennen von Nachläufen, Aufsplitten in kleinere Blasen und dem Verhalten in der Drehkammer. Das alles kann man in umfangreicher Literatur im Internet studieren.

Informationen zur Sony Kamera:

Sony  NEX-FS700E
1 CMOS-Exmor-Sensor im Super-35-Format 23,6 x 13,3 mm mit 11,6 Megapixeln, Zeitlupe in voller HD-Auflösung bis 200 Bilder, maximale Bildfrequenz 800 Bilder (50i) mit reduzierter Auflösung, Aufzeichnung im AVCHD Format mit bester Qualität im Raster1920 x 1080/50p und 28Mbit/s, SD-Aufzeichnung mit MPEG-2 möglich, Raster von 1920 x 1080, 1440 x 1080 oder 1280 x 720 mit Bildfrquenzen von 60p/60i/50i/50p/25p/24p wählbar, Tonaufzeichnung zwei-Kanal PCM in HD oder Dolby Digital in SD, optionales Flash-Memory HXR-FMU128 mit 128GB am Gehäuse seitlich anflanschbar, Aufzeichnung auf SD/SDHC/SDXC-Karten oder Memory-Pro-Duo-Sticks, Picture Profiles, Auto Gain Control, Einsteckakkus NP-F-Typ, Slow- & Quickmotion, Bildraten wählbar mit 1, 2, 3, 6, 12, 25 und 50 Bilder/s, Shutter einstellbar bis 1/1750 sec,
Eingänge: 2 x Mic/Line-Eingänge mit 48V-Phantomspeisung (XLR), 1 x Mic-Eingang (XLR),
Ausgänge: 1 x HDMI (Typ A), 1 x HDSDI-3G (BNC), Componenten-Ausgang (Mini D), 1 x Kopfhörer (3,5mm), 1 x Video-Ausgang (RCA), 2x Audio-Ausgang (RCA),
1 x USB2.0-Anschluss, Fernsteuerung (2,5mm),
Eingebaute ND-Filter ND0.6, ND1.2, ND1.8,
3,5“-Farb-LCD 16 x 9 mit 921.600 Pixeln ausklappbar, 1,2fach-Okularaufsatz für LCD, Expanded-Focus-Funktion, Histogramm, Marker und Peaking,
optionales 11,1fach-Zoom 18 mm – 200 mm mit F3.5 bis F6.3, Steadyshot und Autofocus, Filterdurchmesser 67mm, Adapter für A-Mount-Objektive und Nutzung der Automatikfunktionen lieferbar
Objektivfassung: Sony-E-Bajonett
Empfindlichkeit (maximal): F1,4,  Autogain, 1/30 sec bei 1,5 lx
Leistungsaufnahme, Spannung: 9,6 W / 7,2 V
Abmessungen:  145 x 179 x 236 mm
Gewicht (Kamerakörper): 1,68 kg