Aus dem Himmel gefallen, Lebenslinie

24. März 2013

  • Montag, 25.03.2013 im Bayerischen Fernsehen 21:00 bis 21:45 Uhr
  • Regie: Yvonne Rüchel-Aebersold
  • Redaktion: Christian Baudissin
  • Kamera: Hans Albrecht Lusznat u.a.

Heiligabend 1971 sitzt die siebzehnjährige Juliane Koepcke mit ihrer Mutter in einem Flugzeug über dem peruanischen Regenwald. Die Fluglinie hat einen schlechten Ruf, doch die beiden wollen zu Julianes Vater, der eine biologische Forschungsstation leitet. Plötzlich zieht ein Gewitter auf, und als ein Blitz einschlägt, zerbricht die Maschine in 3.000 Metern Höhe.

Juliane überlebt als Einzige den Absturz. Elf Tage irrt sie durch den Urwald, bis sie auf Menschen trifft. Julianes Eltern Hans-Wilhelm und Maria Koepcke sind Biologen von Weltrang: Im Urwald von Peru errichten sie die Forschungsstation "Panguana", um seltene Vögel und Insekten zu beobachten. Fasziniert sieht Juliane ihren passionierten Forschereltern zu und lernt, wie man sich in der Wildnis richtig verhält. Als sie vierzehn ist, schicken die Eltern ihr einziges Kind ins Internat nach Lima, damit sie das Abitur machen kann. Weihnachten 1971 ist es soweit, ihre Mutter will sie nach Hause holen - in den Dschungel zum Vater. Nach der Katastrophe ist in Julianes Welt nichts mehr, wie es war. Noch in der Krankenstation wird sie rund um die Uhr von Journalisten aus aller Welt belagert. Doch der Vater kann den Tod seiner geliebten Frau nicht verkraften und ist unfähig, seine Tochter zu stützen. Juliane muss alleine zu Verwandten in das ihr unbekannte Deutschland. Damit verliert sie nach der Mutter auch den Vater und ihr vertrautes Peru. In Deutschland stürzt sie sich in ein Biologiestudium und tritt schließlich in die Fußstapfen ihrer Eltern. Heute ist Juliane die stellvertretende Leiterin der Zoologischen Staatssammlung in München. Und sie setzt sich für den Erhalt der Urwaldstation Panguana ein, die ihre Eltern einst aufgebaut haben.  (Pressetext BR)